Du weißt von dem Square Dance Club in deinem Wohnort und hast ihn vielleicht schon mal besucht. Dich interessiert jetzt wie die Square Dancer organisiert sind, um dich in dieser neuen Gemeinschaft besser zurecht zu finden. Auf dieser Seite erklären wir dir dies ganz genau.
Es gibt in Deutschland ungefähr 500 Clubs. Die meisten sind eigenständige eingetragene Vereine. Es gibt aber auch Clubs, die nur eine Abteilung, zum Beispiel von einem Turn- und Sportverein sind. Die Clubs bieten eine oder mehrere Tanzarten an, die mit Square Dance verwandt sind:
- Contra
- Round Dance
- Line Dance/Clogging
Weil beim Square Dance alles in Englisch bezeichnet wird, ist der Vorstand das Board. Der Vorsitzende ist der President und sein Stellvertreter der Vicepresident. Der Schatzmeister ist der Treasurer und der Schriftführer ist der Secretary. Darüber hinaus gibt es meistens noch weitere Mitglieder, die besondere Aufgaben übernehmen, aber nicht zum Board gehören.
Die Größe der Clubs ist sehr unterschiedlich. So gibt es kleine Clubs mit 10 Mitgliedern, aber auch große Clubs mit 50 oder mehr Mitgliedern. In der Regel hat ein Club einmal pro Woche einen Clubabend, an denen die Mitglieder sich treffen und zusammen tanzen. Dabei trägt jedes Clubmitglied sein Club-Badge (Anstecker). Darauf steht der Name des Clubs und der jeweilige Vorname. Für die Mitgliedschaft ist in der Regel ein Mitgliedsbeitrag fällig. Dieser deckt alle Kosten des Vereins ab, z.B. die Raummiete, die Bezahlung des Leaders sowie weitere anfallenden Kosten.
Die Clubs können eine sogenannte Class durchführen. Hier werden Interessierte zu einem Open House (Tag der offenen Tür) eingeladen und das Hobby vorgestellt. Bei genügend Interessenten wird die Class gestartet und die Tanzschritte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Students) vermittelt. Dies dauert etwa 9 Monate. In jeder Region beginnen die Clubs zu einem ähnlichen Zeitpunkt mit einer neuen Class. Dies ist meist kurz nach Ende der Sommerferien.
Viele Clubs organisieren mit ihren Mitgliedern einmal im Jahr eine größere Veranstaltung ein Special. Diese finden meistens in größeren Räumlichkeiten wie Sporthallen statt und es kommen Gäste aus anderen Clubs. Es gibt Specials, die über ein komplettes Wochenende, von Freitag bis Sonntag, gehen oder nur an einem Tag, meistens Samstags, stattfinden. Auf den Specials werden eine oder mehrere Tanzarten/Levels angeboten.
Außerdem gibt es in jeder Region ein Special für Students. Weil die Clubs in einer Region ungefähr zum selben Zeitraum mit ihrer Class angefangen haben, gibt es ein gemeinsames Level zu diesem Event. Das hat den Vorteil, dass die Students zusammen tanzen und sich austauschen können.
Neben den regulären Classes gibt es auch immer mehr Crash Classes, bei denen die Tanzschritte innerhalb der kurzen Zeit von ein oder zwei Wochenenden vermittelt werden. Wenn du an so einer Crash-Class teilnimmst, ist es noch wichtiger, dass du danach oft tanzen gehst, um Übung zu bekommen.
Bis auf einige Ausnahmen, sind alle Clubs in Europa in der European Association of American Square Dancing Clubs e. V. (EAASDC) organisiert. Die EAASDC hilft den Clubs in rechtlichen Dingen und sorgt für Austausch unter den einzelnen Clubs. Dafür hat sie zum Beispiel ein sogenanntes Friendshipbook herausgebracht. Darin sammelst du als Tänzerin oder Tänzer Unterschriften beim Besuch eines anderen Clubs. Nach einer bestimmten Anzahl von Unterschriften erhältst du von der EAASDC eine Urkunde und einen Anhänger für dein Badge.
Innerhalb der EAASDC gibt es auch ein Youth Team, welches sich um Nachwuchsgewinnung und Nachwuchsförderung kümmert.
Die Leader, also je nach Tanzart die Caller, Cuer, Instructor und Prompter haben mit der European Callers and Teachers Association e. V. (ECTA) ihre eigene Dachorganisation. Sie kümmert sich um die Standardisierung der Tanzschritte. Da es in allen Tänzen verschiedene Level gibt, legt die ECTA fest, welche Tanzschritte in welches Level kommen. Außerdem kümmert sie sich um die Musik sowie um die Aus- und Weiterbildung der Leader.
Die EAASDC und die ECTA organisieren im Frühling und im Herbst immer ein großes Special, bei denen die Mitgliederversammlung stattfindet und Seminare angeboten werden. Außerdem werden alle 4 Tanzarten angeboten.
Zusätzlich zu den regionalen Clubs gibt es auch Travelclubs (reisende Clubs). Diese haben keine festen Clubabende und sind nicht so straff organisiert. Ein Clubabend findet ein- oder mehrmals pro Jahr statt und ist ähnlich organisiert wie ein Special. Die Mitglieder haben meist einen geringeren Mitgliedsbeitrag.
Die Lion Squares Germany e.V. haben noch eine weitere Sonderstellung, da die aktiven Mitglieder alle unter 30 Jahre alt sind. Damit sind sie in Deutschland der einzige Club, der eine Altersbeschränkung hat. Innerhalb der EAASDC gibt es sowas nur noch in Schweden bei den Buffalo Squares.